Um die traditionsreiche Geschichte von DOUGLAS erlebbar zu machen, haben wir im Zuge der Neugestaltung unseres Düsseldorfer Headquarters eine eigene Heritage Gallery geschaffen. Historische Objekte und Meilensteine ergeben nun eine anschauliche visuelle Erzählung. Was mit einer Sammlung wiederentdeckter Exponate begann, entwickelte sich schnell zu einem kuratierten Storytelling-Erlebnis, das unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet. Viktoria Kranz, Group Communications Manager, leitete das Projekt und erzählt uns mehr darüber.
Viktoria, du hast das Projekt geleitet. Wie entstand ursprünglich die Idee einer Heritage Gallery?
Die Idee entstand während der Umgestaltung unseres Headquarters, als verschiedene Teams ihre Schränke ausräumten und dabei zahlreiche interessante Objekte aus unterschiedlichen Epochen unserer Unternehmensgeschichte wiederentdeckten. Diese wurden von Peter Wübben (SVP Group Communications & Sustainability), der die Neugestaltung der Büroräume verantwortete, gesammelt.
Als wir einen Blick in die Kisten aus den Teams warfen, wurde schnell klar, dass viele dieser Objekte wertvolle Geschichten in sich tragen und besondere Aufmerksamkeit verdienen. Ich entschied mich deshalb, die Aufgabe zu übernehmen: die Geschichten hinter den Artefakten zu recherchieren, einen klaren roten Faden zu entwickeln und daraus ein ansprechendes sowie leicht zugängliches Konzept zu gestalten. Was ursprünglich als Idee einer Heritage Wall begann, entwickelte sich schon bald zu einer umfassenden Heritage Gallery.
Was steckt hinter dem Konzept der Gallery, die im Mai dieses Jahres offiziell eröffnet wurde?
Die Gallery ist in drei Bereiche gegliedert: Die Hauptwand erzählt die Geschichte unserer Ursprünge. Sie führt von der Seifenfabrik im Jahr 1821 über die Eröffnung unseres ersten Geschäfts bis hin zu unserer Entwicklung zu einem internationalen Beauty-Händler um das Jahr 2000. Die zweite Wand widmet sich den Entwicklungen seit 2000 und zeigt, wer wir heute als Unternehmen sind. Ergänzt wird das Konzept durch einen flexibel bespielbaren, mintfarbenen Bereich, in dem aktuelle Themen wie die ESG Week oder unser jüngstes SBTi-Klimaziel mit regelmäßig wechselnden Inhalten präsentiert werden.
Was war die größte Herausforderung bei der Umsetzung?
Die größte Herausforderung bestand darin, die Inhalte zu fokussieren: die relevantesten Geschichten zu identifizieren, zentrale Botschaften herauszuarbeiten und diese auf eine prägnante und wirkungsvolle Weise zu vermitteln.
Eine weitere Herausforderung war die Entwicklung des gestalterischen Konzepts. Zu Beginn haben wir auch kreativere und künstlerischere Ansätze geprüft. Letztlich haben wir uns jedoch bewusst für ein reduziertes Design entschieden, da wir sicherstellen wollten, dass Besucherinnen und Besucher nicht von einer zu aufwendigen Gestaltung überwältigt werden. Besonders wertvoll war dabei die enge Zusammenarbeit mit Milena Suckau (Junior Manager Store Format & Design), die ihre Expertise eingebracht hat. Gemeinsam haben wir Ideen entwickelt und das Konzept weiter verfeinert.
Hast du eine Lieblingsanekdote aus der Geschichte der DOUGLAS Group?
Natürlich nicht nur eine. Aber eine meiner Lieblingsgeschichten zeigt besonders gut den visionären Charakter von Jörn Kreke.
Bevor Jörn Kreke, damals CEO der HUSSEL AG und ursprünglich im Schokoladengeschäft tätig, DOUGLAS zur größten Parfümeriekette Deutschlands aufbaute, hatte er bereits den Beauty-Markt fest im Blick. Noch bevor er überhaupt eine einzige Parfümerie besaß, schaltete er in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eine Anzeige mit dem Satz: „Deutschlands größtes Kosmetikunternehmen sucht einen Geschäftsführer.“
Für mich spiegelt diese Geschichte perfekt seinen Mut und seinen festen Glauben an die eigene Vision wider. Eine Haltung, die sich letztlich als äußerst erfolgreich erwiesen hat, denn heute sind wir Europas Nummer eins Omnichannel-Anbieter für Premium Beauty.
Was war dein persönliches Highlight bei diesem Projekt?
Mein persönliches Highlight war die Möglichkeit, berufliche Arbeit mit einer persönlichen Leidenschaft zu verbinden. Mich haben Ausstellungen, Galerien und die Art, wie Geschichten inszeniert und vermittelt werden, schon immer fasziniert. Dieses Interesse in ein berufliches Projekt einbringen zu können, war deshalb besonders bereichernd.
Etwas völlig Neues von Grund auf aufzubauen, Geschichten aufzuspüren und daraus visuelle Konzepte zu entwickeln, hat das Projekt für mich besonders spannend gemacht.